Der Olivenbaum ist geduldig und langlebig: Er trägt erst nach einigen Jahren und kann Jahrhunderte alt werden. Gutes Öl entsteht aber aus einer Arbeit, die das ganze Jahr dauert.
Klima und Boden
Der Olivenbaum liebt das Mittelmeerklima mit heißen, trockenen Sommern und milden Wintern. Leichten Frost verträgt er je nach Sorte, starke und lange Fröste schaden ihm. Staunässe ist gefährlicher als Trockenheit.
Wie gepflanzt wird
- Traditionell: wenige hundert Bäume pro Hektar, große, alte Bäume, oft am Hang und auf Terrassen.
- Intensiv: mehr Bäume pro Hektar, mit Maschinen zu ernten.
- Superintensiv: enge Reihen wie im Weinberg, mit geeigneten Sorten und Erntemaschinen.
Italien hat ein einzigartiges Erbe: über fünfhundert Sorten, von der Coratina aus Apulien bis zur Taggiasca aus Ligurien.
Der Schnitt
Geschnitten wird am Ende des Winters, wenn kein Frost mehr droht. Licht und Luft sollen in die Krone, fruchttragende Triebe erneuert und der Baum in einer Höhe gehalten werden, die die Ernte erleichtert.
Wasser und Düngung
Der Olivenbaum verträgt Trockenheit, leidet aber, wenn Wasser in den entscheidenden Phasen fehlt: bei der Blüte im Frühling und bei der Steinhärtung im Sommer.
Pflanzenschutz
Der bekannteste Schädling ist die Olivenfliege, die ihre Eier in die Frucht legt: Sie wird mit Fallen und Kontrollen überwacht und nur bei Bedarf gezielt behandelt. In Apulien hat das Bakterium Xylella fastidiosa die Landschaft verändert.
Gute und schwache Jahre
Olivenbäume wechseln oft zwischen reichen und mageren Ernten. Regelmäßiger Schnitt und gute Ernährung mildern das, verhindern es aber nicht – ein Grund, warum sich der Ölpreis von Jahr zu Jahr ändert.


